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2. Februar 2011

Auslieferung von Sandy Bridge-Boards gestoppt

Nach der Aufdeckung des Fehlers in der kompletten „Cougar Point“-Chipsatzserie haben die ersten Hersteller und Händler reagiert. Große Hersteller wie Gigabyte oder auch der Notebookfertiger Schenker, sowie beispielsweise die Händler Alternate, Mindfactory und Mix-Computer haben die Auslieferung gestoppt.

Nicht nur für die meisten Händler ist es schwierig, denn das Übel beginnt, nachdem es Intels Werk verlassen hat, ja direkt bei den Mainboard-Herstellern. Gigabyte sah sich deshalb bereits kurz nach dem Mittag zu einer Stellungnahme gezwungen:

Komplette Pressemitteilung von Gigabyte
Kurze Zeit später meldete sich auch ein erster Fertiger von Notebooks zu Wort, bei denen die Angelegenheit teilweise sehr trickreich wird. Denn wie bereits beschrieben, werden in vielen Notebooks maximal zwei Ports belegt. Sollten diese die richtigen SATA-Ports mit 6 GBit/s sein, die von dem Defekt nicht betroffen sind, können die Geräte weiter genutzt werden. Der geneigte Kunde kann sich auch weiterhin Notebooks liefern lassen, die dann ab April repariert werden könnten, so Schenker weiter.

Komplette Pressemitteilung von Schenker Notebooks
Von großen OEM-Fertigern sind die Statements bisher noch rar gesät. Dies liegt aber teilweise auch daran, dass erst sehr wenige Produkte mit „Sandy Bridge“ im Handel als komplette Systeme angeboten werden. Samsung hat sich in Korea zu dem Defekt geäußert, wonach es fünf Produktserien in Korea selbst und eine in den USA betrifft.

Hierzulande trifft der Defekt vor allem die Händler. Dabei sind die groß aufgestellten Onlineshops zwar hauptsächlich betroffen, die wirklichen Probleme haben jedoch die kleinen Läden an der Ecke. Denn während die Onlineshops wie Mindfactory, Alternate, Arlt, Mix-Computer und viele weitere mehr die Produkte aus dem Sortiment streichen und auf die entsprechenden Rückläufer bzw. Neuangebote warten, artet dies für den Laden um die Ecke zu einem kleinen Desaster aus.

Denn die Onlineshops sind in der Regel mit riesigen Produktpaletten sehr breit aufgestellt, während kleine Läden nicht nur dank Platzmangel ein mehr als begrenztes Angebot haben. Die kleinen Läden haben deshalb vielerorts nicht unberechtigt vorab ihre Hoffnungen auf „Sandy Bridge“ und die damit verbunden Verkäufe von kompletten PCs, Mainboards, CPUs, Speicher und allem was dazugehört gesetzt. Stattdessen werden sie sich wie alle anderen mit Rückläufern herumschlagen müssen und wohl nicht weniger schlimm, keine neuen Produkte bis zum Ende des ersten Quartals vorrätig haben.

Trotz der Anstrengungen einiger namhafter Shops im Internet (und auch um die Ecke daheim) sind aktuell jedoch noch viele Mainboards für „Sandy Bridge“ zu bekommen. Unser Preisvergleich zeigt beim meistgelisteten Modell, dem Asus P8P67, noch satte 68 Anbieter, gefolgt von drei Gigabyte GA-P67A mit jeweils noch 64/65 Anbietern. Bis die entsprechenden Maßnahmen, wie etwa die von Gigabyte, ihre komplette Wirkung entfalten, bedarf es noch einiger Tage.

Quelle: computerbase.de